Bienenkiller endlich verbieten!

Bienenkiller 750x250

406.840

Die EU-Kommission will das Bienensterben bekämpfen und die gefährlichen Neonikotinoid-Ackergifte verbieten. Dem muss Deutschland zustimmen – wie es Ex-Agrarminister Schmidt angekündigt hat. Hält die neue Ministerin Julia Klöckner sich daran?

Unterzeichnen Sie unseren Appell!

SPD-Umweltministerin Svenja Schulze, CDU-Agrarministerin Julia Klöckner, SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Andrea Nahles

Das Bienensterben nimmt dramatische Ausmaße an. Pestizide wie Neonikotinoide haben daran einen großen Anteil. 

Deswegen fordere ich Sie auf: Sorgen Sie dafür, dass Deutschland dem Neonikotinoid-Verbot in der EU zustimmt.

5-Minuten-Info Neonikotinoide

Was sind Neonikotinoide?

Neonikotinoide sind Nervengifte, die Pflanzen vor saugenden und beißenden Insekten schützen sollen – zum Beispiel dem Maiszünsler. Die Pestizide werden entweder in den Boden eingearbeitet, auf Blätter aufgetragen oder als Beize auf das Saatgut „geklebt“.

Wie können wir ein Verbot der Neonikotinoide erreichen?

Die EU-Kommission plant, die bienenschädlichen Neonikotinoide komplett im Freiland zu verbieten. Denn die Gefahr für die Bienen durch Neonikotinoide wurde mittlerweile auch von der zuständigen EU-Behörde bestätigt.  Ende Mai fällt die Entscheidung, wie es mit den Bienenkillern weitergeht. Deutschland muss einem Verbot dann zustimmen – so hat es Ex-Agrarminister Schmidt zumindest angekündigt. Damit sich die neue Ministerin Julia Klöckner auch daran hält, muss die SPD in der neuen Großen Koalition auf einem Verbot bestehen!

Wurden Neonikotinoide nicht schon längst verboten?

Nicht ganz. Der Einsatz von Neonikotinoiden wurde stark eingeschränkt. Komplett verboten sind sie jedoch noch nicht. 2009 erließ die damalige Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) ein erstes Teilverbot der Pestizide. Seitdem wurde der Erlass jedes Jahr erneuert und teilweise verschärft. Im Mai 2013 schränkte die EU-Kommission zudem die Verwendung der neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Pflanzenschutzmitteln ein. So ist es derzeit EU-weit nicht erlaubt, die drei Insektizide etwa auf Rapssaat und beim Anbau von Kirschen, Äpfeln oder Gurken anzuwenden. Doch die Beschränkung hat einige Lücken – für zahlreiche Pflanzen gibt es Sondergenehmigungen. Neonikotinoide dürfen zum Beispiel bei Hafer oder Weizen angewendet werden, wenn die Getreide zwischen Januar und Juni ausgesät werden.

Die EU-Kommission hatte vergangenes Jahr ein Freiland-Verbot für die drei Insektizide vorgeschlagen. Eine Abstimmung darüber wurde jedoch auf das Frühjahr 2018 vertagt. Die EU-Staaten wollen erst noch eine neue Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) abwarten, in der untersucht wird, wie gefährlich die Neonikotionide für Bienen sind.

Ist der Verbrauch des Insektengifts nicht längst zurückgegangen?

Leider nein. Obwohl die sogenannten „Neonics“ seit fast vier Jahren nur noch stark eingeschränkt verwendet werden dürfen, ist der Gesamtabsatz in Deutschland und Europa gleich geblieben. In Deutschland wurden allein im Jahr 2015 mehr als 200 Tonnen reiner Wirkstoff an Landwirte abgegeben.

Wer hat ein Interesse daran, dass die Neonikotinoide erlaubt bleiben?

Ganz klar: die Hersteller. Chemiekonzerne wie Bayer, BASF und Syngenta machen mit den Chemikalien ein gutes Geschäft. Derzeit klagen sie vor dem Europäischen Gerichtshof gegen das bestehende Teilverbot. Ihrer Ansicht nach gebe es keine hinreichenden Beweise, die ein Verbot begründen würden. Die europäische Aufsichtsbehörde (EFSA) ist anderer Auffassung: Sie hält Neonicotinoide schädlich für Bienen und Menschen.
Datenschutz

Ihre Daten (Name und Ort) werden zusammen mit dem Appell an die oben genannten Adressat/innen überreicht. Eine langfristige Speicherung Ihrer Daten (Name, PLZ, E-Mail-Adresse) erfolgt nur, wenn Sie den Campact-Newsletter bestellen. Ansonsten werden Ihre Daten zwölf Monate nach dem Ende der Kampagne gelöscht. Ihre Daten werden von uns nicht an Dritte weitergeben. Hier geht es zur Datenschutz-Policy von Campact.