Rettet den Glyphosat-Ausstieg!

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Endlich tut sich was: Das Bundeskabinett beschließt den Glyphosat-Ausstieg für 2023. Aber der Beschluss ist noch wirkungslos. Er muss erst durchs Parlament. Dort will die Unionsfraktion den Glyphosat-Ausstieg noch verhindern.

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell für ein Glyphosat-Aus!

Danke für eure Hilfe

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

Glyphosat erzeugt wahrscheinlich Krebs. Und es bedroht die natürliche Artenvielfalt. Sie haben im Koalitionsvertrag mit der SPD vereinbart, den Einsatz von glyphosathaltigen Pestiziden deutlich einzuschränken - und so schnell wie möglich ganz zu beenden.

Bundesumweltministerin Schulze (SPD) hat einen Plan vorgelegt: Glyphosat soll in Parks, Privatgärten und Naturschutzgebieten sofort untersagt werden. Auf den Äckern soll der Einsatz zunächst eingeschränkt und ab 2023 komplett verboten werden. 

Bitte unterstützen Sie Schulzes Plan für den Glyphosat-Ausstieg! 

5-Minuten-Info

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist ein Totalherbizid. Es tötet jede Pflanze, die vorher nicht entsprechend gentechnisch verändert wurde. In Deutschland wird Glyphosat vor allem eingesetzt, um Felder vor der Aussaat von Wildkräutern zu befreien. In anderen Ländern werden Pflanzen mittels Gentechnik sogar so manipuliert, dass sie niemals gegen Glyphosat resistent werden können.

Glyphosat wurde vom US-Konzern Monsanto patentiert und ist zum Beispiel im Pestizid Round-Up enthalten. Im Juni 2018 hat der deutsche Bayer-Konzern Monsanto für 63 Milliarden Euro gekauft.

Warum ist Glyphosat gefährlich?

Glyphosat schadet Mensch und Umwelt. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat 2015 als „wahrscheinlich krebserregend” eingestuft. Eine besondere Gefahr besteht für die Anwender/innen von Glyphosat: Studien belegen, dass sie vermehrt an Lymphknotenkrebs erkranken. Im August 2018 wurde Monsanto erstmals von einem US-amerikanischen Gericht auf Schadensersatz verurteilt: in Höhe von 289 Millionen US-Dollar. 

Auch für die Umwelt hat Glyphosat verheerende Folgen: Im September 2018 fanden Forscher/innen heraus, dass das Mittel für Bienen tödlich sein kann.

Was genau steht im Beschluss des Bundeskabinetts zum Glyphosat-Ausstieg?

Das Bundeskabinett hat im Rahmen eines größeren Agrar-Paketes am 4. September 2019 beschlossen:
  1. Glyphosat soll in Deutschland bis spätestens 31.12.2023 verboten sein, da endet auch die gültige EU-Zulassung.
  2. Ab 2020 soll es eine Minderungsstrategie mit Verboten und Teilverboten für den Einsatz bei der Stoppel-, Vorsaat- und Vorerntebehandlung, auf Grünland, im Wald, in Weihnachtsbaumkulturen, auf Gleisanlagen, in privaten Gärten und auf öffentlichen Parkflächen geben. Das soll den Glyphosateinsatz um 75% senken.
  3. Bei der Anwendung von Ackergiften soll ein Mindestabstand zu Gewässern von 10 Metern gelten, wenn die Abstandsfläche dauerhaft begrünt ist, dann nur 5 Meter.
  4. Ab 2021 soll die Anwendung von Herbiziden und biodiversitätsschädigenden Insektiziden in Schutzgebieten verboten werden. Zu diesen Gebieten gehören z.B. Naturschutzgebiete und manche Vogelschutzgebiete. Landwirtschaftsministerin Klöckner hat jedoch schon Ausnahmen angekündigt.

Warum ist der Ausstieg noch nicht geschafft?

Die vom Bundeskabinett beschlossenen Regelungen sind noch nicht Gesetz, also auch noch nicht gültig. Deshalb müssen wir mit unserem Appell dran bleiben. Gerade angesichts Proteste mancher Bauern droht bei der Ausgestaltung der Gesetze eine Aufweichung. Unterzeichnen Sie deshalb jetzt unseren Appell für den Glyphosat-Ausstieg!

Welche Alternativen gibt es zu Glyphosat?

Eine Studie des Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), das dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstellt ist, zeigt: Mechanische Methoden - wie Pflügen oder der Einsatz von Grubbern - haben die gleiche Wirkung wie Glyphosat. 

Die Autor/innen des Glyphosat-Reports des Pestizid-Aktions-Netzwerks PAN International betonen zudem, dass Wildkräuter auf dem Acker die Produktivität nicht grundsätzlich verringern. Im Gegenteil: Wildkräuter können eine wichtige Rolle dabei spielen, Schädlinge zu bekämpfen, die Qualität der Böden zu verbessern und die Ernteerträge zu erhöhen. 
Datenschutz

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