Hambacher Wald: Retten statt roden

670.881

RWE sägt am Klimaschutz. Der Kohlekonzern will den Hambacher Wald weiter für den Tagebau abholzen - obwohl die Kohlekommission gerade über den Kohleausstieg verhandelt. Wir fordern: Stoppen Sie die Waldrodung - der Hambacher Wald muss erhalten bleiben!

Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU)
NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU)
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD)

Während die Kohlekommission über den Zeitplan für den Kohleausstieg verhandelt, will der Energiekonzern RWE Fakten schaffen und ihn im Alleingang hinausschieben. Ab Herbst will er den Hambacher Wald ohne Not weiter roden und damit neue Flächen für den Kohleabbau erschließen. Damit will der Konzern offensichtlich zeigen: Er ist an einem gesellschaftlichen Konsens zum Kohleausstieg nicht interessiert.  

Bitte sorgen Sie dafür, dass RWE keine Rodung vornimmt - solange über den Kohleausstieg verhandelt wird. Der Hambacher Wald muss erhalten bleiben!

5-Minuten-Info Hambacher Wald

Warum darf RWE jetzt wieder roden?

Im Dezember 2017 musste RWE die Rodungen stoppen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte per Eilantrag einen Rodungsstopp erkämpft - zum Schutz der seltenen Bechstein-Fledermaus. RWE lenkte ein. Der Rodungsstopp endet im Herbst 2018. Zwar hat der BUND im Frühjahr 2018 einen weiteren Eilantrag gegen eine Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg gestellt, doch der Antrag wurde am 1. August 2018 abgewiesen.

Muss RWE roden, weil sonst die Kraftwerke still stehen?

Nein. Laut dem BUND kann RWE auch ohne die Rodungen noch jahrelang genug Braunkohle in den Tagebauen Hambach und Garzweiler abbauen, um seine Kraftwerke am Laufen zu halten. 
Ziel der Campact-Petition ist nicht, dass der Tagebau sofort ruht. Es geht lediglich darum, die Rodungen einzustellen, da noch genug Fläche für den Weiterbetrieb des Kohleabbaus vorhanden ist.

Warum gefährdet die Rodung die Arbeit der Kohlekommission?

Die Kohlekommission erarbeitet gerade einen Fahrplan für den Kohleausstieg - dem alle beteiligten Akteur/innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zustimmen können. Kurz nachdem der Kohlekonzern RWE die Rodung angekündigt hat, veröffentlichten der BUND und andere Bürgerinitiativen einen offenen Brief. Sie fordern ein Braunkohle-Moratorium, bis der Fahrplan für den Kohleausstieg feststeht. Sollte es doch zu Rodungen kommen, stellt der BUND seine Mitarbeit in der Kohlekommission in Frage.

Wer kann die Rodung im Hambacher Wald verhindern?

Ein Bündnis aus 16 Organisation fordert ein sofortiges Braunkohle-Moratorium. Damit müsste RWE sämtliche Rodungen, Abrissarbeiten und Umsiedlungen erst einmal aufschieben. 
Damit RWE die Rodungen stoppt, muss die Bundesregierung jetzt politischen Druck auf den Kohlekonzern ausüben. Politisch wäre das ein wichtiges Signal: Die Bundesregierung würde damit zeigen, dass sie zuerst die Ergebnisse der Kohlekommission - und den Fahrplan zum Kohleausstieg - abwartet.

Wie steht es zur Zeit um den Hambacher Wald?

Der Hambacher Wald war einer der letzten großen Mischwälder in Mitteleuropa. Von der 5500 Hektar großen Fläche ist mittlerweile nur noch ein Zehntel übrig. Der Eigentümer RWE darf jedes Jahr 70 weitere Hektar roden.

Warum ist der Erhalt des Hambacher Waldes so wichtig?

Noch steht der Kern des Waldes. Im Hambacher Wald leben unzählige bedrohte Tier- und Pflanzenarten. RWE versucht angeblich einige Arten umzusiedeln. Biolog/innen bezweifeln jedoch, dass RWE Lebensräume findet, die einem Altwald gleichkommen. Der Hambacher Wald ist 12.000 Jahre alt. Sein Ökosystem lässt sich nicht so einfach an anderer Stelle rekonstruieren.

Außerdem wird der Protest aus der Bevölkerung immer größer. In NRW streiten zahlreiche Initiativen für den Erhalt des Hambacher Waldes. Und: Zwei von drei Menschen in NRW sind für einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle.

Partner

Datenschutz

Ihre Appell-Unterzeichnung, E-Mail, Name und Ort werden zur Durchführung der Kampagne bis zu deren Ende gespeichert. Ein Widerruf ist jederzeit möglich. Ihre Daten werden von uns nicht an Dritte weitergeben. Hier geht es zur Datenschutz-Policy von Campact.