Stoppen Sie die Spritschlucker

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Nein zum Tempolimit, Attacke auf die Stickoxid-Grenzwerte: Andreas Scheuer sabotiert die Verkehrswende. Bis März muss der CSU-Minister konkrete Klimaschutz-Pläne liefern, sonst ruiniert er die deutschen Klimaziele. Unterstützen Sie unseren Appell, damit Scheuer unsere Zukunft schützt – und nicht nur Geländewagen und Autokonzerne.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU)

Die Klimaziele der Bundesregierung erfordern eine schnelle Verkehrswende - weg vom hohen Kraftstoffverbrauch, hin zu sauberem Verkehr. Um die Klimaziele für 2020 und 2030 zu erreichen, fordern wir als schnellen Einstieg: 
  1. Wer die Umwelt belastet, muss bezahlen: Sorgen Sie dafür, dass Fahrzeuge mit hohem Verbrauch teurer und sparsame Autos im Gegenzug günstiger werden (Bonus-Malus-System). 
  2. Keine Subventionen für die oft PS-starken Firmenwagen: Schaffen Sie den Steuervorteil für Dienstwagen ersatzlos ab. 
  3. Weniger Verkehrstote, weniger Klimagase: Beschließen Sie ein bundesweites Tempolimit von 130 km/h.

5-Minuten-Info

Welchen Einfluss hat der Verkehr auf das Klima?

Der überwiegende Anteil der deutschen PKW und LKW fährt mit Benzin oder Diesel. Benzin und Diesel werden aus Erdöl gewonnen. Werden sie verbrannt, entstehen große Mengen Kohlendioxid - das als Treibhausgas zur Überhitzung unseres Planeten beiträgt. Insgesamt macht der Verkehr in Deutschland knapp zwanzig Prozent der Treibhausgas-Emissionen aus. Der größte Teil stammt vom Straßenverkehr. Luft- und Schienenverkehr haben einen deutlich geringeren Anteil.

Welches Ziel hat die Bundesregierung für den Klimaschutz beim Verkehr?

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die Treibhaus-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Bis 2030 sollen es sogar 55 Prozent sein. Für die Bereiche Energie, Verkehr, Industrie, Gebäude und Landwirtschaft hat sie Teilziele beschlossen: Die Emissionen des Verkehrs sollen bis 2030 um 40 bis 42 Prozent sinken, auf 95 bis 98 Millionen Tonnen.

Wie entwickeln sich die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich?

Der Verkehr steht beim Klimaschutz schlecht da. Während die Emissionen von Treibhausgasen bei Energie, Industrie, Gebäuden und Landwirtschaft zumindest etwas sinken, tut sich beim Verkehr nichts. Im Gegenteil: Die Emissionen von Autos, Lastwagen und Co. sind seit 1990 sogar leicht gestiegen - von 164 auf 168 Millionen Tonnen. Die Lücke zum Klimaziel für 2030 (95 bis 98 Millionen Tonnen) ist riesig. Der Trend geht in die falsche Richtung.

Was muss die Bundesregierung für mehr Klimaschutz im Verkehr tun?

Die Bundesregierung muss endlich eine grundlegende Verkehrswende herbeiführen. Wir fordern: ein Bonus-Malus-System, die Abschaffung des Steuervorteils für Firmenwagen und ein Tempolimit auf Autobahnen.

Darüber hinaus muss die Bundesregierung umweltfreundliche Verkehrsträger wie Fahrräder, den öffentlichen Nahverkehr und die Bahn stärker fördern und so den Autoverkehr reduzieren. Bis 2025 dürfen nur noch emissionsfreie Autos neu zugelassen werden.

Warum soll die Bundesregierung zuerst Spritschlucker aus dem Verkehr ziehen?

Um die Klimakatastrophe zu verhindern, muss der CO2-Ausstoß schnell sinken. Das geht am effektivsten mit Maßnahmen gegen große Spritschlucker - wie SUVs. Dicke SUVs, die 15 Liter Benzin auf hundert Kilometer verbrauchen, sind eine Verschwendung. 

Ein Bonus-Malus-System und ein Tempolimit einführen, die Steuervorteile für Dienstwagen abschaffen - das kann innerhalb weniger Monate umgesetzt werden. Bereits im nächsten Jahr können die Emissionen aus dem Verkehr sinken, wenn die Regierung den politischen Willen dafür aufbringt.

Was ist ein Bonus-Malus-System?

Mit einem Bonus-Malus-System kann ein Staat spritschluckende Autos teurer machen - und im Gegenzug klimaschonende Autos billiger. Schweden hat 2018 ein solches System eingeführt: Die Käufer von Neuwagen mit hohem Verbrauch müssen eine Steuer von bis zu 7.500 Euro zahlen (Malus). Im Gegenzug erhalten die Käufer von verbrauchsarmen Fahrzeugen eine Prämie von bis zu 6.000 Euro (Bonus). 


Ein Bonus-Malus-System schafft einen starken Anreiz zum Benzinsparen. Und es schafft Gerechtigkeit: Wer die Umwelt verpestet, zahlt drauf. Wer das Klima schont, wird belohnt.

Was ist das Dienstwagenprivileg?

Das Dienstwagenprivileg ist ein Steuervorteil für Firmenwagen. Der Staat fördert die private Nutzung von Firmenwagen mit jährlich rund drei Milliarden Euro. Das Dienstwagenprivileg ist ungerecht: Wir alle zahlen die Firmenwagen über unsere Steuern mit. Und es ist ein ökologisches Desaster: Durch die Förderung schaffen Firmen große Mengen PS-starke Autos an. Nach wenigen Jahren bekommen die Arbeitnehmer/innen ein neues Auto. Das Ergebnis: Die Spritschlucker fluten den Gebrauchtmarkt. Der Steuervorteil muss daher ersatzlos gestrichen werden.

Was spricht für ein Tempolimit?

Deutschland ist das einzige Industrieland der Welt ohne Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen. Doch höhere Geschwindigkeit erhöht das Unfallrisiko. Ein Tempolimit würde jedes Jahr unzählige Menschenleben retten. In Frankreich führte eine Verschärfung des Tempolimits zu einem historischen Tiefstand von Todesfällen im Straßenverkehr. Außerdem reduziert ein Tempolimit den Benzinverbrauch. Der Luftwiderstand steigt bei höheren Geschwindigkeiten quadratisch: Wer doppelt so schnell fährt, muss einen viermal so großen Widerstand überwinden. 
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